Was ein LobbyFlight-Display zum Laufen braucht

Bildschirm, Abspielgerät, Browser und Netzwerk – die Bedingungen, von denen ein LobbyFlight-Board wirklich abhängt, bevor ihr Hardware kauft.

7 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: 12/4/2024189 found helpful

Was ein LobbyFlight-Display zum Laufen braucht

Dieser Artikel beantwortet eine einzige Frage: Was müsst ihr kaufen, montieren und öffnen, damit ein LobbyFlight-Board in eurer Lobby läuft. Alles, was hier steht, ist eine Anforderung, die das Produkt selbst stellt. Wo LobbyFlight keine Meinung hat — Marke des Panels, Halterung, Verkabelung —, schweigt dieser Artikel lieber, statt eine Spezifikation zu erfinden, nach der ihr dann einkaufen würdet.

Der Bildschirm

Nehmt einen Bildschirm mit 32 Zoll oder mehr im Querformat. Das ist dieselbe Empfehlung, die euch das Portal neben der Live-Vorschau unter Displays → einen Bildschirm öffnen → Vorschau & URL gibt, und der Grund heißt Lesbarkeit: Ein Gast liest eine Flugtafel quer durch die Lobby, nicht vom Schreibtisch aus.

Das Board ist auf 1920 × 1080 ausgelegt, und der Folien-Editor zeichnet eure Info-Folien auf genau dieser Fläche. Ein Full-HD-Panel zeigt also Pixel für Pixel das, was ihr entworfen habt. Ein größeres Panel im selben 16:9-Format skaliert sauber mit; 43 oder 55 Zoll sind daher eine Frage der Größe und keine der Kompatibilität.

Hochformat funktioniert ebenfalls, und zwar als vollwertige Option und nicht als Notbehelf. Die Hochformat-Fläche misst 1080 × 1920, und die Werkzeugleiste des Folien-Editors lässt euch zwischen Querformat (16:9) und Hochformat (9:16) wechseln; mit Hochformat auf Querformat zurücksetzen macht ihr ein Hochformat-Design wieder rückgängig, falls ihr es euch anders überlegt. Die Ausrichtung müsst ihr nirgendwo sonst einstellen: Das Board misst sein eigenes Fenster und rendert die Hochformat-Bühne, sobald der Bildschirm höher als breit ist. Hängt das Panel so, wie es die Wand verlangt, und gestaltet dann passend dazu.

Das Gerät hinter dem Bildschirm

Ein LobbyFlight-Display ist eine Webseite. Alles, was diese Seite in einem aktuellen Browser im Vollbild öffnet, ist ein gültiges Abspielgerät: eine Android-TV-Box hinter dem Panel, ein kleiner Windows- oder macOS-Rechner, eine Chromebox oder ein Smart-TV mit aktuellem Browser. LobbyFlight selbst verlangt auf Android-Hardware Android 8.0 oder neuer. Darüber hinaus lautet die praktische Anforderung: Der Browser ist aktuell und aktualisiert sich selbst. Genau das hält das Board über all die Jahre korrekt am Laufen, die es an dieser Wand hängen wird.

Eine Browser-Fähigkeit ist dabei eine echte Untergrenze und kein Komfort-Extra. Wenn ihr im Portal Einstellungen eines Bildschirms speichert, nutzt LobbyFlight die BroadcastChannel-API, um einem im selben Browser geöffneten Display zu sagen, dass es sofort neu laden soll — eure Änderung erscheint also auf dem Bildschirm, während ihr noch davorsteht. Chrome, Edge und Firefox unterstützen das seit Jahren, Safari erst ab Version 15.4. Auf einem älteren Safari rendert das Board zwar weiterhin, eine geänderte Einstellung wird aber nicht sofort übernommen, sondern kommt erst mit der nächsten Konfigurationsabfrage an.

Internet Explorer, Opera Mini, UC Browser und alles von vor 2020 können das Board überhaupt nicht anzeigen. Diese Browser beherrschen das moderne JavaScript nicht, mit dem die Anwendung ausgeliefert wird.

Display-Modi und die Hardware, die dazugehört

Wenn ihr einen Bildschirm anlegt, wählt ihr einen Display-Modus, und diese Wahl hat Folgen für die Hardware:

  • TV-Display ist der passive Modus. Es gibt keine Touch-Bedienung, die Flugliste scrollt durchgehend automatisch und das Board rotiert ohne Unterbrechung durch seine Seiten. Das ist der richtige Modus für ein Panel, an das niemand herankommt.
  • Touchscreen schaltet die Gastsuche frei und pausiert Auto-Scroll und Rotation für 30 Sekunden, nachdem jemand den Bildschirm berührt hat — wer gerade liest, wird also nicht weggescrollt. Sinnvoll ist das nur auf einem echten Touch-Panel.
  • Website-Widget verhält sich wie der Touch-Modus, ist aber für die Einbettung des Boards in eine eigene Seite dimensioniert.
  • Welche Modi euer Konto nutzen darf, hängt vom Plan ab. Schaut also in Funktionslimits nach Plan, bevor ihr ein Touch-Panel kauft.

    Was das Display vom Netzwerk braucht

    Das Display spricht fast ausschließlich mit seiner eigenen LobbyFlight-Adresse, über HTTPS auf Port 443. Port 80 wird nicht gebraucht: Die Anwendung sendet HSTS mit Preload, Browser gehen also direkt auf HTTPS. Es gibt keine WebSocket-Verbindung und nichts Langlebiges, das eine Firewall kappen könnte — das Board arbeitet mit kurzen, wiederholten HTTPS-Anfragen:

  • Es lädt seine Konfiguration alle 20 Sekunden neu. Deshalb erscheint eine im Portal gespeicherte Änderung binnen Momenten an der Wand, selbst auf einem Gerät, das das Portal nicht direkt erreichen kann.
  • Es aktualisiert die Flugdaten im Intervall eures Plans: alle 60 Minuten bei Basic, alle 30 Minuten bei Pro, alle 5 Minuten bei Premium.
  • Es sendet alle 5 Minuten ein Lebenszeichen, damit das Portal weiß, dass der Bildschirm läuft.
  • Für eine restriktive Firewall sind zwei Ziele wichtig. Das erste ist die Adresse des Displays selbst — normalerweise eure LobbyFlight-URL, bei einem White-Label-Setup auf eigener Domain aber genau diese Domain. Das zweite ist *.public.blob.vercel-storage.com, wo Hotel- und Display-Logos liegen; blockiert ihr das, rendert das Board ohne Logos. Wetter braucht keine Ausnahme, denn LobbyFlight holt es serverseitig und liefert es dem Display als Teil der eigenen Antwort mit.

    Bei der Bandbreite setzt LobbyFlight keine Schwelle, und jede Verbindung, die normale Webseiten zuverlässig lädt, reicht aus. Der Verkehr besteht aus kleinen Datenanfragen in den oben genannten Intervallen plus den Bildern beim Laden. Viel wichtiger als reines Tempo ist Stabilität: Nehmt also lieber Kabel, und wo Kabel nicht praktikabel ist, lieber 5-GHz-WLAN als 2,4 GHz. Außerdem muss das Netzwerk das Display durchlassen, ohne ein Captive Portal, bei dem nach jedem Neustart ein Mensch auf „Akzeptieren“ klicken muss.

    Was passiert, wenn die Verbindung abreißt

    Kurze Ausfälle verlangen keine perfekte Verfügbarkeit, und es hilft zu wissen, wie LobbyFlight genau darauf reagiert. Der Browser bemerkt den Verlust der Verbindung, das Board zeigt einen Offline-Hinweis und behält dabei die letzten Flugdaten auf dem Bildschirm, statt schwarz zu werden. Im Portal gilt ein Bildschirm erst nach 12 Minuten ohne Lebenszeichen als offline. Da alle fünf Minuten ein Lebenszeichen fällig ist, sind 12 Minuten zwei verpasste Signale plus etwas Puffer: Ein Bildschirm, der wirklich dunkel geworden ist, wird schnell gemeldet, einer, der nur kurz gestottert hat, dagegen nicht. Wenn ein Display drei Minuten nach dem Ziehen des Routersteckers noch nicht als offline geführt wird, ist das erwartbar — wartet das volle Fenster ab, bevor ihr mit der Fehlersuche anfangt. Offline-Verhalten und Caching geht darauf im Detail ein.

    Gästehandys

    Wenn ihr die Companion-Seite für Gäste nutzt, ist das eine zweite Oberfläche mit eigenen Anforderungen, und die unterscheiden sich von denen des Lobby-Bildschirms. Die Seite läuft im Mobilbrowser des Gastes und installiert einen Service Worker, jeder moderne mobile Browser kann sie also öffnen. Push-Benachrichtigungen sind die einzige Funktion mit einer harten Untergrenze: Auf iPhone und iPad braucht Web-Push iOS 16.4 oder neuer. Gäste mit älteren iOS-Versionen können die Seite ganz normal nutzen, bekommen aber keine Push-Benachrichtigungen. Siehe Die Gästeseite.

    Wie viele Bildschirme euer Plan abdeckt

    Die Hardware-Planung stößt an eine Produktgrenze, bevor sie an eine Netzwerkgrenze stößt. Basic deckt einen Bildschirm ab, Pro drei, Premium unbegrenzt viele. Wenn ihr einen zweiten Bildschirm fürs Restaurant oder die Konferenzetage plant, prüft vor der Bestellung des Panels, ob euer Plan ihn abdeckt. Mehrere Bildschirme betreiben erklärt, wie mehrere Displays aus einem Konto verwaltet werden.

    Testen, bevor ihr euch festlegt

    Ihr müsst nichts kaufen, um herauszufinden, ob ein Bildschirm und ein Abspielgerät zusammenpassen. Öffnet das Demo-Board unter lobbyflight.com/demo auf genau der Hardware, die ihr in Betracht zieht, und lasst es einen Tag lang laufen. Es zeigt ein vollständig konfiguriertes Board mit Wetter, Info-Folien und mehreren Sprachen; was ihr seht, ist also repräsentativ für das echte Produkt. Demo-Modus erklärt, was die Demo enthält und was nicht.

    Wenn ihr unsicher seid, ob ein bestimmtes Panel oder eine bestimmte Box funktioniert, schreibt vor der Bestellung mit den Modelldaten an info@lobbyflight.com.

    Nächste Schritte

  • Schnellstart-Anleitung führt euch vom leeren Konto bis zum Board an der Wand.
  • Ein Android-Display einrichten behandelt das Abspielgerät von Anfang bis Ende.
  • Netzwerk- und Firewall-Konfiguration ist die ausführliche Fassung des Netzwerk-Abschnitts oben, zum Weitergeben an die IT.
  • Kiosk-Modus aktivieren hält das Board im Vollbild und verhindert, dass Gäste wegnavigieren.
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