Was passiert, wenn ein Display die Internetverbindung verliert
Ein LobbyFlight-Display hält keine Offline-Kopie eurer Flugdaten vor — hier steht, was ein Gast während eines Ausfalls tatsächlich sieht und woran ihr es im Portal erkennt.
Was passiert, wenn ein Display die Internetverbindung verliert
Die kurze Antwort lautet: Ein LobbyFlight-Display arbeitet offline nicht weiter. Es gibt keinen Offline-Speicher, keine heruntergeladene Kopie eurer Flugtafel und nichts, was den Bildschirm noch brauchbar hält, sobald das Netz weg ist. Dieser Artikel erklärt genau, was ein Gast in der Lobby während eines Ausfalls sieht, warum das Produkt so gebaut ist, wie aktuell die Daten im Normalbetrieb sind und woran ihr im Portal erkennt, dass ein Bildschirm ausgefallen ist.
Was der Bildschirm während eines Ausfalls zeigt
Es passieren zwei Dinge, und sie passieren zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
In dem Moment, in dem der Browser bemerkt, dass er keine Verbindung hat, erscheint oben in der Ecke des Displays ein oranges Abzeichen mit der Aufschrift Offline Mode. Es stammt direkt aus den Online- und Offline-Ereignissen des Browsers und erscheint deshalb praktisch sofort. Dieses Abzeichen wird derzeit auf jedem Display auf Englisch dargestellt, unabhängig davon, welche Sprache für die übrige Tafel eingestellt ist.
Die Flugtafel selbst reagiert erst bei ihrer nächsten planmäßigen Aktualisierung. Bis dahin sind die sichtbaren Flüge schlicht die, die ohnehin schon auf dem Bildschirm stehen. Scheitert die Aktualisierung, zeigt die Tafel sie nicht einfach weiter — sie ersetzt die ganze Liste durch ein rotes Feld mit Verbindungsfehler und Flugdaten konnten nicht geladen werden sowie einer Schaltfläche Erneut versuchen. Der Ausfall ist also für jeden sichtbar, der vor dem Bildschirm steht, spätestens ein Aktualisierungsintervall nach dem Verbindungsabbruch.
Uhrzeit und Datum in der Kopfzeile laufen weiter, denn sie laufen vollständig im Browser und brauchen kein Netz. Auch euer Logo, eure Farben und euer Layout bleiben auf dem Bildschirm — allerdings nur, weil die Seite noch geladen ist. Wird diese Seite bei fehlendem Netz aus irgendeinem Grund neu geladen, kommt gar nichts mehr zurück.
Warum es keinen Offline-Cache gibt
Das ist eine bewusste Entscheidung im Entwurf und keine fehlende Funktion. Eine Abflugtafel, die selbstbewusst veraltete Zeiten anzeigt, ist schlimmer als eine, die zugibt, keine Daten zu haben: Ein Gast, der einen zwischengespeicherten Abflug um 14:35 liest und daraufhin zum Flughafen aufbricht, ist schlechter dran als ein Gast, der einen Fehler sieht und an der Rezeption nachfragt. Dieselbe Überlegung steckt in dem einzigen Service Worker, den das Produkt überhaupt ausliefert — dem Service Worker der Gäste-App, der ausschließlich Push-Benachrichtigungen entgegennimmt und ausdrücklich kein Offline-Caching betreibt.
Für das Lobby-Display gibt es überhaupt keinen Service Worker. Nichts fängt Anfragen ab, nichts wird im Cache Storage abgelegt, und es gibt keine zwischengespeicherte Kopie, die ihr prüfen, vorwärmen oder leeren könntet.
Wie aktuell die Daten sind, wenn das Netz läuft
Es gibt genau eine echte Caching-Ebene, und die liegt auf unseren Servern, nicht auf eurem Bildschirm. Flugdaten werden serverseitig gespeichert, mit einer Lebensdauer, die von eurem Tarif abhängt:
Dieses Intervall ist der einzige Hebel, den ihr auf die Aktualität der Daten habt, und ihr bewegt ihn, indem ihr den Tarif wechselt — eine Einstellung für die Cache-Dauer gibt es nirgends im Portal. Wenn ihr vergleichen wollt, was die einzelnen Stufen enthalten, seht euch Ihr Abonnement verstehen an.
Das Wetter wird mit einer Lebensdauer von 30 Minuten abgerufen und darf bis zu eine Stunde darüber hinaus ausgeliefert werden, während im Hintergrund eine frische Kopie geholt wird. Eure Display-Konfiguration — Branding, Rotation, ausgewählte Inhalte — wird alle 20 Sekunden neu geladen; deshalb erscheinen Änderungen, die ihr im Portal vornehmt, fast sofort auf dem Bildschirm.
Ein weiterer serverseitiger Rückfallweg ist erwähnenswert: Ist unser Flugdaten-Anbieter nicht erreichbar, kann der Server auf eine Kopie der letzten erfolgreichen Flugliste zurückgreifen, die 24 Stunden lang vorgehalten wird. Ein Schluckauf beim Anbieter leert eure Tafel also nicht. Das hilft allerdings nur, wenn der Anbieter ausfällt und euer Display online ist. Bei einem Ausfall in eurem eigenen Haus nützt es nichts, denn dann erreicht das Display unsere Server ohnehin nicht.
Wo ihr seht, dass ein Display offline gegangen ist
Sucht nicht in den Entwicklerwerkzeugen des Browsers. Jedes Display sendet alle fünf Minuten ein Lebenszeichen an LobbyFlight, und an diesem Lebenszeichen macht das Portal fest, ob ein Bildschirm noch lebt.
Ein Display gilt als offline, sobald mehr als 12 Minuten ohne Lebenszeichen vergangen sind. Zwölf Minuten sind zwei ausgefallene Signale plus etwas Puffer — eine kürzere Schwelle würde jedes kurze Stottern als Ausfall melden, während ein wirklich dunkler Bildschirm trotzdem innerhalb einer knappen Viertelstunde auffällt.
Das Ergebnis seht ihr an zwei Stellen. Unter Displays im Portal trägt jeder Bildschirm einen Status und eine Angabe „Zuletzt gesehen“, wobei Offline-Bildschirme an den Anfang der Liste sortiert werden. Im Dashboard werden Offline-Bildschirme gezählt, und jeder von ihnen löst eine Warnung aus: Display "…" erscheint offline (zuletzt gesehen: …).
Beachtet dabei: Ein Bildschirm, den ihr selbst im Portal ausgeschaltet habt, gilt als Inaktiv und nicht als offline und löst keine Warnung aus. Und ein Bildschirm, der angelegt, aber nie geöffnet wurde, zählt als offener Einrichtungsschritt, nicht als Störung.
Ein Display zurückholen
Kehrt die Verbindung zurück, löst der Browser sein Online-Ereignis aus und das orange Abzeichen verschwindet von selbst. Die Flugtafel dagegen zeichnet sich nicht sofort neu — sie wartet auf ihre nächste planmäßige Aktualisierung oder darauf, dass jemand im roten Fehlerfeld auf Erneut versuchen tippt. Was davon zuerst kommt, ist gleich; darüber hinaus ist kein Eingreifen nötig.
Hängt ein Bildschirm noch lange nach der Rückkehr des Netzes im Fehlerbild fest, ladet die Display-Adresse neu. Das ist bereits das ganze Verfahren „den Cache leeren“: Da lokal nichts gespeichert wird, bekommt ihr mit einem Neuladen eine vollständig frische Seite. Genau dieses Neuladen passiert automatisch, sobald ihr im Portal Display-Einstellungen ändert — so erreichen diese Änderungen auch einen Bildschirm, an den ihr nicht herankommt.
Bleibt ein Display offline, während andere Geräte im selben Netz einwandfrei laufen, liegt es fast immer am Netzwerkweg und nicht am Display selbst. Netzwerkanforderungen und Firewall-Konfiguration listet die Domains und Ports auf, die erreichbar sein müssen.